Freiluftschlachtung

Wenn ich mir das Wetter heute und das vorgestern ansehe – ich hatte wirklich Glück, dass ich mir den Mittwoch ausgesucht hatte, um den Polo zu schlachten. denn dort, wo wir zur Tat schritten hatten wir zwar Hebebühne und Motorkran – das Ganze aber unter freiem Himmel. Ich organisierte mir von Calli einen Anhänger leihweise und fuhr gegen 10 Uhr vor. Das war die Zeit, zu der wir den Start ausgemacht hatten. Der Polo gehörte dem Vater von Lars, den ich über die Mainzer Polo Fahrer kenne. Lars wollte auch etwas mithelfen, er hatte vormittags aber erst einmal einen Termin. Nicht zu tragisch, ich machte mich eben erst einmal alleine ans Werk. Sein Vater ließ mich auf das Grundstück.

Polo Schlachtung

Als erstes musste der Motorkabelbaum sauber herausfiletiert werden. Den brauche ich ja noch. Ging soweit ganz gut – leider ist am Anlasser beim Versuch das Kabel abzuschrauben, das Plastikgehäuse des Magnetschalter schwächer gewesen als die Schraube. Aber es sollte der Anlasser von meinem Polo passen. Ärgerlich ist es trotzdem, genau wie der Umstand, dass bei beiden Nebelscheinwerfern die Halter weggebrochen waren und dass die Windschutzscheibe an 2 Ecken extrem milchig war und somit nur bedingt TÜV fähig.

Als Lars am Nachmittag auftauchte, waren schon Türen, Heckklappe etc. draußen. Dann ging es endlich auf die Bühne, auf der noch sein Corrado stand, den ich nicht einfach so eigenmächtig wegschieben wollte. Nicht, dass da z.B. keine Antriebswellen drin sind und ich die vorderen Radlager töte etc.

Zu zweit bzw. zu dritt, Vattern half auch ab und an mit, ging es in den Endspurt. Andere Autos Schlachten dauert deutlich länger. Aber so ein Polo? Da ist ja nix dran. Der Tank wandert in meinen Fundus, der rostet bei Polos gerne einmal durch. Bremssättel, klar. Ich hätte gerne die Federbeine und die Hinterachse auch rausgebaut, aber der Polo sollte rollbar bleiben.

Dann kam der Moment der Scheidung.

Polo Schlachtung

Stoßstangen habe ich dran gelassen. Niemand hat „hier“ geschrien und das nimmt mir einfach zu viel Platz weg. Wir luen den Escort Motor in den Kofferraum vom Polo, den Polomoto auf den Hänger, dann verabschiedete Lars  sich wieder. Ich belud mein Gespann. Ich habe alles in einem Schwung weggebracht.

Gespann

Als alles aufgeladen war – huh, ja. Was war ich k.o. – So stundenlang in der prallen Sonne schaffen schlaucht. Aber wie schon geschrieben: VIEL besser, als im Regen zu schrauben.

Weiter in die Werkstatthölle. Half ja nix. Kofferraum komplett ausladen, auch den Motor vom Hänger holen.

Motortransport

Hänger sauber machen und weiter zu Calli, den Hänger zurückbringen.

Letztendlich war ich mit den ganzen Fahrten über 12 Stunden unterwegs, aber glücklich, das Thema Poloschlachtung an einem Tag abgehakt zu haben. Und auch glücklich, dass ich den Motor aus einem Komplettwagen ausgebaut habe, denn dann weiß ich wenigstens, dass alles mit dabei ist, das ich brauche.

Danke an dieser Stelle an Lars und seinem Vater Norbert und natürlich auch an Calli!

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