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Es gibt keine Qualität mehr…

Der Prüfer hat zwei Sachen bei der HU am Pirat angemeckert, das ich bald erledigen sollte und da halte ich mich auch dran. Er hat ja recht…

Punkt eins waren die Domlager. Da gibt´s eine Art Livehack, wie man die rausbekommt, ohne die Federbeine auszubauen. Denn erstens ist das schon Aufwand und zudem ist dann eventuell die Spur/Sturz verstellt.

Als erstes die Federn mit dem Federspanner zusammenziehen.

Dann oben die Mutter abschrauben.

Das Domlager ist mit einer Nutmutter festgezogen, dazu braucht man Spezialwerkzeug, eine Zapfennuss.

Dann kann man die Kolbenstange des Dämpfers nach unten drücken und das Domlager herausnehmen. Und ich staunte nicht schlecht, wie weit sich das gesetzt hatte im Vergleich zum Neuteil.

Das linke ist das alte. Früher hieß es, man sollte unbedingt Meyle HD Domlager verwenden, alles andere taugt nicht. Nun ja, das war Meyle HD und war erst ca. 36.000km im Auto. Ich habe deshalb mal eine andere Marke gewählt. Ich habe diesmal FEBI genommen. Die sehen von unten anders aus.

Was besser ist? Ich werde es sehen. Es ist ein Verschleißteil, die Frage ist nur, wie schnell es verschleißt.

Der Einbau ging in umgekehrter Reihenfolge. Was mich anfangs fast in den Wahnsinn getrieben hat, war die Kolbenstange wieder nach oben zu ziehen. Ich habe Öldruckdämpfer verbaut, Gasdruckdämpfer wären selbst hochgekommen. Wenn man einen langen Inbus Schlüssel nimmt und den schräg drückt beim Ziehen, geht´s.

Natürlich habe ich die Domlager beidseitig gewechselt.

Der zweite Punkt des Prüfers war die Einstellung der hinteren Radlager, die etwas locker waren. Eingestellt und gut.

Ich habe die „neuen“ ATS Cup dem Design der alten angepasst. Einfach gepinselt, ohne abzukleben. Wo ich leicht drüber gepinselt hatte, oder Falbe lief, habe ich mit einem Lappen in Bremsenreiniger getränkt abgewischt.

Aber ich lebe gerade das Motto: Wenn man Kontakte zu anderen Menschen vermeiden kann, vermeide ich die. Also nichts mit Reifen ummontieren. Ich habe stumpf die Sommerräder wieder draufgeschraubt.

Die Kontakte der Sicherung für die Lüftung habe ich übrigens inzwischen etwas nachgebogen und etwas Kontaktspray aufgetragen. Ich fahre derzeit testweise ständig mit voll aufgedrehter Lüftung. Geschmolzen ist bisher nichts. Ich hoffe das bleibt so, dann kann ich das Problem zu den Akten legen…

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Schmelzkunst die 2.

Ich muss mir echt Gedanken machen, wie ich mit dem Lüftungsproblem beim Pirat weitermache. Ich war letzte Woche beruflich in Bayern, vorher habe ich den MainzMichel besucht, der die Verkabelung des Lüfterschalters anständig gemacht hat.

Was ich da so in Bayern mache – demnächst darf ich Euch mehr erzählen. Auf jeden Fall arbeite ich da mit einem super Team zusammen.

Schon strange, in diesen Zeiten in der Ferne zu arbeiten. Das Corona Thema ist allgegenwärtig. Und man wird definitiv vorsichtig. Zu denken, Corona betrifft mich nicht, ist komplett falsch. Wir waren in einem Hotel untergebracht und es war nicht klar, ob es offen bleibt. Dann schlossen die Restaurants. Doof, wenn man sich in der Fremde verpflegen will.

Glücklicherweise gab es im Hotel abends Essen – nur für die Hotelgäste. Das war auch gut so, da konnte man schön auf Abstand gehen.

Über uns schwebte das Damoklesschwert, dass eventuell die anderen nicht mehr mit dem Flugzeug wegkommen. Glücklicherweise flog am Freitagabend ein Flugzeug.

Aber ich schweife ab.

Es war tagsüber herrliches Sonnenwetter. Nur an einem Tag regnete es. Ich drehte die Lüftung voll auf und es fing an, fürchterlich zu stinken. Der Grund: Die Sicherung ist wieder geschmolzen.

Also wieder nicht der Draht, sondern der Plastikkörper. Vor Ort bekam ich eine Sicherung, die hoffentlich aus Keramik ist. Die sollte halten. Aber trotzdem: Kann das sein, dass das wirklich so heiß werden muss? Da muss doch was faul sein.

Auf der Hinfahrt hatte ich die Gelegenheit, einen Satz Felgen zu bergen.

Es sind nur 2 ATS Cup und zwei Aluline, die ähnlich aussehen und die selbe ET habe. Sind natürlich nicht mit der Eintragung abgedeckt. Aber ich brauche ja eigentlich auch nur zwei. Und sie waren günstig, weil sie echt mies lackiert sind, was mich nicht stört, weil ich sie eh den anderen Felgen anpassen muss.

Ob ich in der nächsten Zeit zum Schrauben komme, steht in den Sternen. Ich rechne eigentlich damit, dass das Verlassen des Hauses weiter reglementiert wird. Ich habe zwar in meiner Werkstatt keinen Kontakt zu anderen, aber trotzdem: Ich sehe die Regelungen ein. Nur ein konsequentes Durchgreifen kann die Verbreitung des Coronaviruses ausbremsen. Es ist trotzdem wahrscheinlich, dass viele von uns angesteckt werden, aber wenigstens nicht alle gleichzeitig. So kann das Gesundheitssystem die Fälle auffangen. Denn wenn die Plätze in den Krankenhäusern belegt sind, schauen die Neuinfizierten in die Röhre.

Die Menschen sind einfach dumm und egoistisch. Wenn in Bayern die Restaurants um 17 Uhr schließen sollen und in München dann nachmittags die Biergärten und Straßencafés aus allen Nähten platzen, dann haben die wirklich nichts kapiert. Dann muss die Bevölkerung eben zur Vernunft gezwungen werden.

In diesem Sinne: Bleibt zu Hause und vor allem: Bleibt gesund!

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Rausgeworfenes Geld

Ich muss ehrlich sagen, ich liiiebe das Pioneer KP-500. Ich hatte nie ein stylisheres Autoradio. Aber genauso nervt es. Denn ohne RDS ist man ständig am Nachstellen des Senders am Radio. Ich dachte mir: Besorgst Du Dir einen DAB+ Receiver, dann erledigt sich das Problem. Pustekuchen. So ein Teil bei eBay bestellt und irgendwie wollte der Empfang nicht.

Über meinen Line-In Eingang, den mir Holger angelötet hatte, kam nix rein und als ich versucht habe die Transmitter Funktion zu testen hakte sich offenbar die Sendereinstellung aus. Kurz einen Widerstand gespürt, dann ließ sich die Skala überdrehen und es kam gar kein Sender mehr rein. Schöne Scheiße!

Also ehrlich, diese günstigen DAB+ Empfänger – rausgeworfenes Geld!

Aber jetzt war mein schönes Radio erst einmal hin. Vielleicht lässt sich das reparieren. Aber bis dahin…

Ich erinnerte mich an mein altes Radio. Kein High End, aber kann alles, was ich brauche und hat mehr Leistung als das alte Pioneer. Nur hatte ich ja keinen Radioschacht mehr. Also kantete ich mir 2 Bleche und nietete die an das Blech, an dem ich das andere Radio schon hatte.

Das Radio verschraube ich seitlich. Natürlich habe ich die Winkel dann noch mattschwarz angeblasen und danach das Radio angeschlossen.

Funktioniert prima, der Klang ist deutlich besser, die Entwicklung geht eben weiter. Nur die VU Meter konnte ich nicht anschließen. Klemmte ich die an die Lautsprecherausgänge an, zeigte das Display des Autoradios „Protect“ an und ging auf Standby. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Eventuell ein kleiner Mikrofoverstärker?

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Auf die nächsten 2 Jahre!

Auf FB wunderte sich einer, warum ich denn eine Batteriepolabdeckung beim Pirat montiert hatte. Nun, ich hatte den TÜV ordentlich überzogen. Einfach nicht dazu gekommen. Und ich bin ihn ja nicht gefahren die letzten Wochen.

Vorbereitungen? Ich habe einmal das Licht rundum gecheckt UND die Hupe. Der Wagen lenkt bremst, …

Bremsentest zum Einstand war ok. Vorne erst in der zweiten Kommastelle unterschiedlich. Hinten etwas schlechter, aber in der Toleranz. Und dann kam die tolle Frage, als der Prüfer ihn auf die Scherenhebebühne genommen hat: „Geht das? Sind die fest?“ – immer diese Vorurteile gegenüber der Karre. Natürlich halten die.

Von unten war der Prüfer begeistert. Kein nennenswerter Gammel, Querlenker, Hinterachslager – alles schön stramm. Die Domlager vorne mahnte er an, die hatten leicht Spiel, aber noch in der Toleranz und die hinteren Radlager sollte ich mal demnächst zum Einstellen bei. Domlager wusste ich, die liegen schon bereit. Wollte ich eh demnächst machen. Dabei habe ich verstärkte Meyle Domlager drin und die haben noch keine 20.000km runter. Es ist echt ein Graus – es gibt einfach keine vernünftigen Domlager für den 32B mehr! Er vermerkte alles unter geringfügige Mängel und siehe da – er hat geklebt!

Wieder 2 Jahre Ruhe – ist eben ein guter Wagen. Einer der besten, den ich je hatte.

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Bläst wieder

Ich bin die letzte Zeit nur Prolo gefahren. Zeit, sich mal wieder um den Pirat zu kümmern.

Wir hatten ja die Reifen mit Dichtmasse aufgezogen. Zwei Räder hielten die Luft, zwei nicht. Bevor ich ihn nach der längeren Standzeit bewegen konnte, habe ich erst einmal Luft aufgepumpt.

Wird wohl kein Weg dran vorbeiführen entweder die Felgen im Sommer einmal zu strahlen, oder zwei andere Felgen zu suchen. Wenn jemand noch zwei ATS Cup in 7J15 ET 20 (Typ 7056) für kleines Geld rumliegen hat…

Ich wollte mich wieder einmal unter die Lüftung kümmern. Bei der letzten Fahrt roch es verschmort, dann fiel sie wieder aus. Ich schaute mir die Kabel am Stecker an, der Stecker war ja schon angeschmolzen. Und siehe da – das eine Kabel ist wahrscheinlich wirklich heiß geworden.

Ich telefonierte mit Michael, meinem Joker in Sachen Fahrzeugelektrik. Er meinte, wahrscheinlich hängt mein Lüftermotor. Die Lager gehen fest, kann man aber schmieren. Habe ich einen Lüftermotor? Da regt mich ja schon die Frage auf…

Ich suchte mir den leichtgängigsten heraus. Neu geschmiert mit dünnflüssigem Öl habe ich ihn trotzdem mehrfach. Sicher ist sicher. Und dann rein mit dem Motor in den Pirat.

Natürlich habe ich die Stecker noch isoliert.

Test. Ich machte die Tür auf und die Innenbeleuchtung ging nicht an. WTF! Der Fehler fand sich im Motorraum. Da war ein dickes Kabel an der Batterieklemme wegoxidiert. Neue Klemme – und wenn ich schon dabei war, gleich eine Polabdeckung.

Jetzt ging die Innenraumleuchte wieder an. Nicht aber die Lüftung. Schauen wir mal in den Sicherungskasten und was ich da entdeckte, habe ich so auch noch nicht gesehen.

Das muss mal richtig heiß geworden sein! Neue Sicherung rein und ich habe wieder eine Lüftung. Vorsichtshalber habe ich auch den Schalter gewechselt. Demnächst wechselt mir Michael noch den Stecker am Schalter.

Ich bin da ja nicht ganz so anspruchsvoll, aber als ich die Abdeckung über dem Lüftermotor wieder eingebaut habe, habe ich auf ein gut erhaltenes Teil aus dem Fundus zurückgegriffen.

Geld hätte ich nicht dafür ausgegeben, aber wenn man es eh herumliegen hat…

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Alles so schön hell hier!

Bei dem Anschluss des Rückfahrtscheinwerfers war der Wurm drin. Laut Schaltplan ist der Anschluss am Getriebe mit einem schwarzen und einem schwarz/weißem Kabel. Also habe ich das erst einmal an den zuführenden Kabeln getestet. Einfach ein Kabel dazwischen, das den Schalter ersetzt.

Damit funktionierte der Rückfahrscheinwerfer.

Aber mit den Kabeln am Getriebe nicht. Was mich verwirrte – laut Kommentar von Günther zum letzten Beitrag sollte der Schalter für den Rückfahrtscheinwerfer der vordere von zwei Schaltern sein, mein Kabelbaum hatte aber die schwarzen Kabel zum hinteren Schalter – streng nach der Vorlage des alten Kabelbaums.

Ich telefonierte mal mit Olaf vom OST-Blog. Wer das übrigens nicht weiß: Olaf ist der Gründer der Passat-Kartei Deutschland und ich war damals Mitglied Nummer 2. Der recherchierte kurz: Ja, der vordere Schalter ist der für den Rückahrscheinwerfer. So verkabelt und siehe da – es funktioniert. Ich hab neue Kabel genommen, denn die Leitungen zum hinteren Schalter, die wohl für die Schaltkontrolle sind, die mein Tacho gar nicht hat, brauche ich nicht. Und so kann ich die Kabel sicherer Verlegen ohne Auspuffkontaktgefahr.

Ich erkläre mir den Denkfehler so: Der Wagen war ursprünglich ein 4gang und da sind die Schalter anders herum. Und der Umbauer (nicht ich) hat den alten Kabelbaum behalten.

Gefixt habe ich auch die Linke Kennzeichenbeleuchtung. Nach Feindkontakt war da eine Niete des Trägerblechs abgerissen.

Ok, dachte ich mir. fixieren wir erst einmal da und dann kümmere ich mich darum, dass sie nicht leuchtet. Aber das war ein Aufwasch. Denn dadurch, dass es locker war, bekam die Leuchte einfach keine Masse. Das Kennzeichen habe ich auch einigermaßen wieder gerade gebogen.

Es leuchtet wieder alles. Wunderbar.

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Elektrik ist ein Arschloch Part 756.201…

Ich kann die Aufregung nach meinem letzten Blogeintrag gar nicht verstehen – warum Schlaggewichte und keine Klebegewichte an den Winteralus? Die Felgen haben den Zustand „3 Jahre im Bach gelegen“. Da Klebegewichte zum Halten bringen? Zudem: Da waren auch Schlaggewichte drauf vorab. Und da die neuen Schlaggewichte so fies rausleuchteten, habe ich jetzt den äußeren Rand einfach mal nachgepinselt samt Gewichten.

Eigentlich müsste ich die Felgen mal komplett überarbeiten – vielleicht nach dem Winter. Derbe verhunzte Kultalus haben irgendwie auch ihren Charme.

Seit längerem ist der Rückfahrscheinwerfer außer Funktion. Absolut nicht TÜV relevant, Klebeband drüber und durch. Beim Baujahr 1982 war der noch nicht Pflicht. Aber er ist praktisch. Den Grund dafür meinte ich zu wissen. Das Kabel zum Schalter war an den Auspuff gekommen, weil aus den Halterungen geflutscht. Also mal raus mit dem Kabel.

Die Vermutung hat sich bestätigt.

Das hat keinen Taug. Ich habe aus gebrauchten Kabeln einen neuen Getriebekabelbaum zusammengebaut/gelötet.

Und den habe ich eingesetzt und erst einmal provisorisch mit Kabelbindern so fixiert, dass er nicht an den Auspuff kommen kann.

Das liest sich jetzt so leicht, aber im Bodenturnen die Kabel auf das Getriebe zu bekommen – der Horror. Besonders, wenn man wie ich viel zu große Hände und viel zu lange Unterarme hat. Was ein Gefummel!

Neue Sicherung rein, dann sollte es ja wieder gehen. Pustekuchen! Keinerlei Funktion. Mir wurde es an dem Punkt aber zu kalt in der Werkstatt, Erkältung kann ich mir gerade nicht leisten, also Abbruch. Ich muss dem Problem noch mal systematisch auf den Grund gehen. Von dem Kabelbaum gehen 4 Kabel zum Getriebe, aber nur 3 in einen Stecker – das 4. Kabel, wo das hingehört (Kabelfarbe schwarz) – ich hab den Anschluss im Motorraum noch nicht gefunden. Aber ich glaube genau das Kabel ist wichtig nach einem flüchtigen Blick in den Schaltplan.

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Sicher ist sicher

Auf der Heimfahrt vom Zahnriemenwechsel nervte mich das fehlende Gebläse tierisch. Der Schalter funktionierte ja nicht bzw. hatte keinen Kontakt. Da auf di Schnelle Robby keine Zeit hatte, der seine Hilfe angeboten hatte, schaute ich mir den Stecker einmal genauer an. Vielleicht tut’s einfach etwas Nachbiegen?

Als ich den einmal umdrehte, staunte ich nicht schlecht.

Der Part, an dem die Stromzuleitung anliegt, ist total zusammengeschmolzen. Ich erkläre mir das so: Das Kabel hintendran war fast komplett abgerissen, nur noch ganz wenige Adern waren verbunden. Diese „Engstelle“ bildete zu viel Widerstand und wurde heiß.

Da ich weder das Werkzeug zum Auspinnen, noch einen Ersatzstecker hatte, habe ich erst einmal improvisiert.

Drei kurze Kabel zum alten Stecke, das Kabel vom zusammengeschmolzenen Anschluss direkt mit einem Quetschverbinder zum Schalter. Ud damit die offenen Anschlüsse keinen Kurzschluss bilden und die Kabel nicht herausrutschen, etwas Klebeband.

Das hält erst einmal provisorisch. Getestet, für gut empfunden, Abfahrt…

Es ist kalt geworden in Deutschland – verdammt kalt, aber noch liegt nirgendwo Schnee. Deshalb fahre ich noch Pirat. Und diese Woche muss ich eine längere Strecke fahren und da dachte ich mir sooooooo verkehrt wären Winterreifen dann doch nicht. Ich hatte jahrelang keine mehr gefahren, zuletzt hatte ich nen Satz Allwetterreifen auf Stahlfelgen aufgezogen, die auf einem Schlachter waren, aber die waren schon bei Nässe unter aller Sau. Die Winterreifen auf meinem Winteralus? Mal abgesehen davon, dass bei einem Reifen die Karkasse gebrochen war, so richtig frisch waren die auch nicht.

13 Jahre alte Winterreifen – das kann man sich sparen. Was gebraucht angeboten wird, da rollen sich mir sehr oft die Fußnägel auf. Gefühlte 90% der gebrauchten Winterreifen in der Größe, die ich suchte, waren 8 Jahre und älter. Und trotzdem wollen die Leute dafür 60 – 120 Euro für den Satz. Wer kauft so etwas?

Aber es gibt auch Ausnahmen. Sonntag lief eine eBay Auktion aus. Nur an Selbstabholer, das macht es oft billig. 3-2-1-meins.

Satz Markenwinterreifen, DOT von 2016 auf Alus für relativ schmales Geld. Gut, die Alus bringen mir nix. Sind 5loch Felgen vom Golf 3, von denen leider die Felgendeckel fehlen. Wenn einer Interesse daran hat – sind eben so ATU Felgen (Aluett) in 7J15. Schrotti zahlt nen 5er für eine Alufelge, FP 25,- Euro für alle 4. Kein Versand.

Meine Winteralus – abgerockte ATS Cup, die damals beim Kauf des Autos mit dabei waren und eingetragen sind – sahen schlimm aus.

Marco, mein Held an der Montiermaschine, war so nett, mir die Reifen umzuziehen. Damit das dicht wird, hielt er mal auf jeden Rand mit Flex & Drahtbürste drauf.


Dann schmierte er noch etwas Dichtmasse in jede Felge. Er meinte, dass viele moderne Mercedesfelgen auch das Problem haben, dass sie nicht 100% dicht werden und sie da auch mit dieser Masse arbeiten. Gleich vor Ort kamen dann die Winterräder auf den Wagen. Danach habe ich sie erst einmal abgedampft.

Richtig sauer sind sie nicht geworden, da muss ich noch einmal mit Felgenreiniger dran – und/oder mit einem Schwamm. Ungewohnt, den Pirat wieder einmal mit einer Winterbereifung zu sehen.

Nach dem reinigen muss ich dringend mit einem Pinselchen das graue Bett ausbessern und dabei die Wuchtgewichte mit überpinseln. Die stören echt krass die Optik.

Irgendwie verliert der Pirat ohne die Ronal Turbos an Wertigkeit – aber sicher ist eben sicher…

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Das Damoklesschwert fixiert

Seit langer Zeit schwebte ein Damoklesschwert über dem Pirat: Von dem Motor, den ich vor 4 Jahren eingebaut hatte, hatte ich keinerlei Informationen, wie alt der Zahnriemen war. Er konnte frisch aufgezogen sein, oder schon ewig laufen. Und ein gerissener Zahnriemen bedeutet einen Motorschaden. Also besorgte ich damals einen Zahnriemenset und wollte das zusammen mit Andi einbauen, der damit Erfahrung hat und auch das Spezialwerkzeug, um alles zu fixieren. Doch irgendwie fanden wir keinen Termin, oder ich verdrängte es auch wieder, …

Gestern haben wir endlich zusammengefunden. Ich fuhr in den Odenwald und wir machten uns ans Werk.

Da ich das neue Zahnriemenset jetzt 4 Jahre im Kofferraum hatte, habe ich mal einen neuen Zahnriemen besorgt – die Ausgabe bringt mich nicht um und sicher ist sicher. Die Spannrolle nahmen wir aus dem Set.

Nicht jede Schraube ging gut raus, es müssen die unteren Riemenscheiben raus, um die Verkleidung abzubekommen. Man muss die Nockenwelle fixieren und auch die ESP.

Die Kurbelwelle stellt man mit der Markierung auf der Schwungscheibe ein. Das Nockenwellenrad muss gelöst werden, … – ich bin bei so etwas dankbar, wenn das einer macht, der Erfahrung mit hat. Beim Benziner ist das deutlich leichter.

Irgendwann war der Zahnriemen drauf.

Das Bangen, ob der Zahnriemen hält ist vorbei. Ich war den Pirat deswegen viel weniger gefahren, als er verdient hätte.

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Form follows function

Ich hatte mal wieder Gelegenheit am Pirat zu arbeiten. Das verbaute Lenkrad war noch nie wirklich gut vom Leder, seitdem ich es habe Nun war es so weit: Das Leder ist durch!

Ich hatte kein anderes Raid 1 mehr in brauchbarem Zustand. Also hab ich erst einmal ein anderes Raid eingebaut.

Ich muss sehen, ob ich wieder ein rauchbares Raid 1 auftreibe in 36cm – das ist einfach mein Lieblingslenkrad. Aber viel ausgeben will ich dafür nicht. Früher hab ich die immer bei eBay für unter 10 Euro geschossen.

Aber es ist echt angenehm, an einem Lenkrad zu drehen, das heiles Leder hat.

Bei der derzeitigen Witterung besonders ärgerlich: Die Lüftung funktionierte nicht. Ein altes Problem beim Pirat. Der Kontakt zum Schalter spackt. Ich habe mir mit WD40 beholfen.

Die Lüftung ging wieder – leider nicht lange, auf dem Heimweg fiel sie wieder aus. Elektrik nervt.

Mich nervte auch, dass die Beleuchtung des Betriebsstundenzählers extrem schwach war. So konnte ich den nicht ablesen bei Dunkelheit und ganz ehrlich – ohne den Betriebsstundenzähler ablesen zu können zu fahren, macht einen nervös 😉

Ich hatte noch vorbereitete LED da. Die habe ich irgendwann mal billig in der Bucht geschossen. An den LED ist je ein Vorwiderstand angelötet, dass sie an 12V funktionieren. an zwei davon habe ich ein dickeres Kabel angelötet, weil die hauchdünnen Kabel zu dünn waren für meine Kabelschuhe.

Die Heizungsschieber sind ab Werk LED beleuchtet. Leider war die LED durch. Also habe ich das aufgebohrt und ebenfalls so eine vorbereitete LED eingesetzt.

Jetzt leuchtet das alles vernünftig.

Und dann habe ich die Gitter von den Lautsprechern noch kaputt gemacht.

Absichtlich wohlgemerkt. Sieht nicht wirklich toll aus, hat aber einen Sinn und in dem Fall followt die Form eben der Function. Denn ich hatte bei den Abdeckungen etwas nicht bedacht: Die Fensterkurbeln stoßen daran an. Selten dämlicher gekuckt, als ich das Fester herunterkurbeln wollte, um den Schlüssel für das Tiefgaragentor reinstecken wollte. Jetzt gehen sie vorbei.

Die Lösung begeistert mich nicht wirklich. Aber die Fenster nicht öffnen zu können wäre schlimmer.

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