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Das wird wohl eine größere OP

Der Pirat musste hart ran die letzte Zeit bei meinem Umzug auf Raten. Was der alles wegschleppen musste… Ging nicht spurlos an ihm vorbei, aber eigentlich hat das nix mit diesen Aufgaben zu tun.

Zunächst verabschiedete sich der Lichtschalter. Also er ging nicht kaputt, er verschwand im Armaturenbrett.

Die Tachoblende war gebrochen – über 30 Jahre altes Plastik gibt eben schon einmal auf. Kein Problem dachte ich mir. Da habe ich was im Fundus. Jein. Ich hatte solche Blenden, aber da gibt es wieder einen Unterschied von Vorfacelift zu Nachfacelift. Eine Variante – ich denke Nachfacelift, hat eine zusätzliche eingeklipste Blende über dem Lichtschalter. Und natürlich hatte ich nur die Variante.

Die zusätzliche Blende? Irgendwo tief in irgendeiner Kiste – ich fand sie auf die Schnelle nicht und irgendwann fehlte mir der Nerv das zu suchen. Also erst einmal ohne.

Die Blende ist aber schon organisiert für überschaubares Geld. Bleibt ja quasi bei jeder Schlachtung über – man muss sie nur finden.

Aber da gibt es schwerwiegendere Probleme – ohne die das Auto zwar auch zuverlässig fährt, aber die tierisch nerven.

Die Tankuhr geht nicht. Erste Herangehensweise – checken, ob der Tankgeber hin ist. Das passiert schon einmal. Dazu schließt man den am Tankgeber kurz. Geht vom Kofferraum aus.

Die Tankuhr bleibt tot. Gemessen, ob Masse da ankommt – ist gegeben. Also sollte es die Tankuhr im Tacho sein. Aus einem Schlachttacho eine andere ausgebaut, getestet – die geht und eingebaut.

Auch die Tachofolie angesehen – keine Beschädigung der Leitung zu erkennen. Und siehe da: Die Tankuhr bleibt weiter tot. Eigentlich kann es jetzt ja „nur“ noch am Kabelbaum liegen, oder?

Und da ist ja auch noch das Problem der Lüftung, die nach wie vor spackt. Ich fuhr bei Regen, Lüftung ging temporär bis zwei Sicherungen flogen. Nicht nur die von der Lüftung, sondern auch die vom Scheibenwischer. Es ist echt lustig bei strömendem Regen unterm Armaturenbrett Sicherungen auszuwechseln.

Ich hatte nur große Sicherungen im Auto – also temporär stärkere rein. Ging für den Moment. Was dann passierte ließ nur einen Schluss übrig: Ich habe einen Poltergeist. Schaltete ich die Lüftung ein, ging der Scheibenwischer mit an – und nicht wieder aus.

Verzweiflungstat. Vielleicht zieht der Lüftermotor Masse über den Scheibenwischer. Also habe ich es mit einem Bypass für das Massekabel am Lüftermotor probiert.

Ohne Erfolg. Den nächsten Verdächtigen, die Zentralelektrik habe ich durchgemessen – kein Kurzschluss zwischen den Sicherungen. War auch nur so halb logisch.

Meine derzeitige Vermutung: Da ist ein Kabelstrang unterm Armaturenbrett zusammengeschmolzen. Das würde eventuell auch das mit der Tankuhr erklären, denn auch da scheint der Fehler in der Zuleitung zu liegen. Und das wird eine größere OP das alles auseinanderzuschneiden. Hab ich da Bock drauf…

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Nochmal nachstellen

Ich war gestern bei Kumpel Marco, die Spur nach dem Wechsel der Spurstangen m Pirat nachkontrollieren. Dachte, sicher ist sicher, aber eigentlich müsste es stimmen. Es stimmte nicht.

Aber kein großer Akt. Die Spurstangen waren gangbar – das kennt man auch anders. Also mal schnell nachgedreht.

Und wenn ich schon einmal da war, musste ich mir den Renntruck von Maddox Truck Racing ansehen. Marco baut einen Renntruck auf, einen ehemaligen Iveco Werksrennwagen.

Interessanter Sport. Es gibt keine deutsche Liga, in Europa fährt man in einer niederländischen Liga, wobei in den Niederlanden kein einziges Rennen stattfindet. Es gibt noch eine englisch Liga, da geht es aber wohl sehr brutal zur Sache. Deshalb fahren auch einige Engländer lieber in der niederländischen Liga.

Ich konnte es mir nicht verkneifen einmal Probezusitzen.

Ungewohnte Sitzposition für einen Rennwagen. Was so direkt vor der Karre ist, sieht man nicht im Geringsten durch den Farbstreifen auf der Scheibe. Aber sicherlich ein großer Spaß diese Rennen. Dieses Jahr will Marco das erste Mal bei einem Rennen starten. Auf der Facebook Seite des Rennteams kann man den Aufbau des Trucks nachverfolgen.

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Wieder in der Spur

Ich hatte ab und an wieder ein Knacken beim Lenken des Pirat. Beim letzten Dreh für die Carmaniacs hatten wir den Bock mal auf der Bühne und haben nachgesehen – ein Spurstangengelenk hatte Spiel. War nervig, kann aber auch gefährlich werden, wenn das auskugelt. Ich dachte mir: Hey, das hatte ich doch schon einmal repariert. Ich hab im Blog nachrecherchiert – das war 2012, also schon vor acht Jahren, sicherlich schon wieder ca. 100.000km her. Wie die Zeit vergeht. Und wenn ich daran denke, dass mein Vater der festen Meinung ist, dass 100.000km eine magische Grenze ist, bei der ein Auto wertlos wird…

Ist Verschleiß, also machen wir die Spurstangenköpfe neu. Wird eben Zeit. Ich hatte mir einen neuen Kugelgelenkabzieher vor geraumer Zeit besorgt, weil mein alter zusammengepfuscht war und viel kostet sowas ja nicht bei eBay.

Der neue Ausdrücker war der Horror. Zunächst rutschte er mir ab – das Ding ist verchromt. Zu was? Das gibt viel zu glatte Flächen. Ich habe erst einmal mit der Fächerscheibe die Auflagefläche angeschliffen, damit das nicht mehr passiert.

Es war ein Gewürge, das Gelenk steckte bombenfest. Aber irgendwann gab es nach. Bevor ich den Kopf abgeschraubt habe, habe ich vermessen, welchen Abstand das haben muss, um das wieder auf die selbe Länge zu bekommen.

Normal sitzen die Muttern da relativ fest – aber hier ging es wirklich easy. Die Montage war dann quasi ein Spaziergang.

Wenn die eine Seite verschlissen ist, folgt sicherlich bald die zweite Seite. Sowas wechselt man paarweise – schon alleine, weil man danach die Spur kontrollieren sollte. Heute habe ich Termin bei meinem Reifenhändler. Damit ich das nicht doppelt machen muss, ging es auf der anderen Seite weiter. Also wieder den Kugelgelenkausdrücker angesetzt und an der Seite versagte er endgültig.

Nicht ums Verrecken schaffte er es seinen verdammten Job zu tun. Der Spurstangenkopf gewann die Runde. Ich hatte endgültig die Schnauze voll von dem Billigteil. Ich suchte meinen alten Kugelkopfausdrücker. Der war inzwischen festgerostet, also musste ich ihn erst einmal gangbar machen, dass mir vorläufig nur bei der Druckschraube gelang, aber er war richtig eingestellt für die Köpfe – klar, ich hab den nie für etwas anderes verwendet.

Kein Abrutschen und ich konnte da richtig Power draufgeben – diesmal verlor der Spurstangenkopf. Meine Nerven…

Danach das Billigteil mal genauer angesehen. Das Gewinde ist gedehnt, das untere Ende platt gedrückt.

Rausgeworfenes Geld – die Qualität ist unter aller Sau. Flog sowas von direkt in die Schrottonne, dass ich das Teil ja nie wieder versuche zu verwenden.

Es gibt aber auch günstiges Werkzeug, das einfach tut, was es soll. Seit langer Zeit ohne jegliche Probleme. Es stand gestern auch ein Ölwechsel auf dem Programm – natürlich mit Filter. Und da will ich meinen Kettenölfilterschlüssel nicht mehr missen. Supereasy Konstruktion, aber funktioniert großartig.

Um den Ölfilter legen und mit der Ratsche lösen. Klappt bei den festsitzenden Ölfiltern – wenn man den Platz hat das anzusetzen.

Frisches Öl und Ölfilter rein – einen Ölwechsel muss ich wohl hier nicht erklären.

Wohl der simpelsten Eingriffe am Auto, wenn der Filter abgeht. Obwohl? Letzthin fragte mich eine Freundin, ob ich eine Werkstatt kenne, die ihr einen Ölwechsel machen könne. Ist kein Ding dachte ich, bis sie nebenbei erwähnte, sie müsse das machen, weil die Servicelampe dafür brennen würde. Und das Werkzeug, um das zurückzustellen – welcher Altautoschrauber hat das schon?

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Schleudern wir uns einen!

Mich nervte in letzter Zeit der Hupknopf des Lenkrads im Pirat. Er war zu locker und fiel gelegentlich heraus – klar, dass das ein nettes Hupen als Nebeneffekt hatte.

Gut, man hätte einfach einen anderen reinstecken können, aber wie nenne ich das immer: Gestaltungsanlass!

Ganz ehrlich, ich kann dieses Eisernes Kreuz Gedöns nicht mehr sehen. Das war so vor 15 Jahren noch wirklich cool. So ein Zitat der Hot Rod und Rocker Scene aus den USA der 50er. Aber als das Mainstream wurde, verlor es deutlich an Coolness. Ich dachte mir: Was passt super zum Flugzeug Look? Ein Schleudersitzschalter. E gibt verschiedene Fakeschalter, also besorgte ich mir einen. Der mitgelieferte Taster war mir aber zu klein. Das würde nicht aussehen, also besorgte ich zusätzlich einen größeren Taster.

Nun passt das ja nicht in das Loch im Lenkrad. Also nahm ich einen Deckel eines Computergehäuses, das schon eh schwarz lackiert war und bohrte mit dem Stufenbohrer ein entsprechendes Loch, rundum Löcher für die Befestigungsschrauben des Lenkrads, einfach etwas größer, dann kann man es im Nachhinein noch leicht ausrichten.

Das dünne Blechschild mit der Bezeichnung kann man mit der Schere schneiden. Die Form des Bleches ist relativ egal. Sollte nur nicht überstehen und kein Loch nach innen blitzen. Lenkrad hatte ich demontiert, das Blech habe ich zwischen Lenkrad und Nabe geklemmt.

Ich habe meinen Fakeschalter für den Schleudersitz und gleichzeitig einen funktionierenden Hupknopf.

Ja, ich weiß, ich bin ein Spielkind, aber ich liebe solche Details…

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Es rappelt im äh unter dem Karton

Bei meinem letzten Trip nach Bayern blieb ich bei einer Baustelle mit dem Auspuff hängen. Das Klappern unter dem Auto nervte, deshalb habe ich für die Heimfahrt provisorisch einen Spanngurt zur Sicherung eingesetzt.

Zugegeben – nicht die beste Methode. Der Auspuff wird heiß, der Spanngurt schmilzt. Aber Draht hatte ich keinen zur Hand. Hat aber gehalten. Bei der Demontage riss er aber ab. Blick unters Auto – vor Ort hatte ich nur gewackelt – ja, abgerissen.

In Bayern klopfte er schon am Unterboden herum. In Mainz angekommen war es endgültig eine fiese Klapperkiste. Man schämt sich fast im Leerlauf an der Ampel.


Wo wir gerade beim Sound sind. Ich habe inzwischen ein Nebengeräusch im Motorraum, kann es aber nicht identifizieren.


Ich konnte nichts Lockeres finden, was könnte das sein? Kommt auf jeden Fall von der Seite mit den Einspritzdüsen.

Ich hätte ja echt Bock, den Motor durch einen 110PS TDI zu ersetzen (Motorkennbuchstabe AFN), aber das H-Kennzeichen…

Doch zurück zum Auspuff. Ich kauf inzwischen Auspuffgummis im 10er Pack, braucht man immer wieder. Und das war auch gut so. es waren gleich drei(!) Gummis abgerissen.

Und den hier hab ich auch gleich mitgewechselt, da war es nur eine Frage der Zeit, dass der auch reißt.

Die Montage ist reine Fleißarbeit unterm Auto. Beim Endtopf, bei dem zwei Gummis gegeneinander arbeiten, mache ich es mir immer mit einem Spanngurt leicht. einen einhängen und den dann auf Spannung ziehen, dann geht der zweite sehr geschmeidig rein.

Ich war aber auch in der Werkstatt, weil ich den Kofferraum voll hatte mit einem „kleinen“ Zwischenprojekt. Mir ist da eine lederne Rücksitzbank aus einem SUV zugelaufen.

Da soll ein Sofa draus werden. Noch steht das aber noch nicht von selbst, seitlich wären irgendwelche Kotflügel nett als Armlehnen, die zweiteilige Bank muss eine einteilige werden, …

Vielleicht doch kein „kleines“ Projekt? Ist egal, ich hab ja keinen Zeitdruck dafür.

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Manchmal hasse selbst ich VW

Ich gebe zu, ich war die letzten Wochen etwas faul, was meine Werkstattaufenthalte angeht. Aber gestern war ich dann wieder in der Werkstatthölle.

Ich hatte den Kofferraum voll, ich hatte auf dem Sperrmüll einen Dachgepäckträger gefunden und den musste ich einfach mitnehmen. Da der mir den Kofferraum blockierte, nahm ich das eben zum Anlass.

Da waren so ein paar „Kleinigkeiten“, die ich „schnell mal“ erledigen wollte.

Die Steckdose am Pirat war relativ tot. Als ich das letzte Mal einen Hänger ziehen wollte, staunte ich nicht schlecht, dass fast gar nichts ging.

Der Deckel war schon lange abgebrochen und so war die Steckdose ständig dem Spritzwasser ausgesetzt. Also zerlegt. Auf dem Bild sieht man es besser:

Die Kontakte sind total oxidiert. Hinten sah es nicht besser aus.

Total verrostet und ein Kabel war abgerissen. Ich wollte da jetzt nicht einfach eine neue dranschrauben, sondern verhindern, dass es wieder so weit kommt. Also habe ich die Kabelenden verzinnt.

Jetzt konnte die neue Steckdose dran. Auf jedem Kabel war der richtige Strom, es war wirklich nur die Dose. Aber als ich die neue Dose festschraubte fiel mir etwas auf.

Warum war eigentlich der Deckel abgebrochen? Nun, der neue Deckel ging nicht richtig auf, sondern er stieß an der Stoßstange an. Klar bei dem Gefummel musste der zwangsläufig irgendwann wegbrechen. Aber zu was gibt es eine Flex und Fächerscheiben. Ich schaffte mir Platz – da unten sieht man das eh nicht.

Jetzt geht auch der Stecker ganz geschmeidig drauf ohne heftig Fummeln zu müssen.

Denke mal, da hab ich jetzt Ruhe. Und ich hatte noch Zeit. Ich könnte mich noch um das Heckklappenschloss kümmern. Hätte ich gewusst, was ich mir damit antue…

Ausgangslage: Ich hatte das Schloss eines Schlachters eingebaut. Das funktionierte mit meinem Schlüssel – aber eben auch mit wirklich jedem Schlüssel, sogar mit dem Fingernagel. Ich wollte das ändern.

Also das Schloss zerlegen. Zuerst muss der Sprengring hinten ab. Ich habe erst einmal an einem Ersatzschloss getestet. Das sah etwas anders aus. Eines ist Vorfacelift, das andere Nachfacelift. Welches welches ist? Ich habe keine Ahnung. Am Pirat finden sich vermutlich sämtliche Baujahre des Passat 32B.

Dann kann man das Metallteil aus dem Plastikteil ziehen.

Dann heißt es den Stift hinten rausschlagen, der den Hebel befestigt.

Diese Plättchen, die man da sieht, sind sowohl in den Türschlössern, als auch im Hackklappenschloss zu finden. Das ist ein Geduldsspiel. Man muss die passenden Plättchen finden, die das Schloss schließt.

Damit ich eine Auswahl an Plättchen hatte, habe ich ein paar Türschlösser zerlegt, aber auch das alte Schloss. Dann wusste ich auch, warum sich das so einfach drehen lässt. Das Schloss ist im Plastikgehäuse mit einer Nase fixiert eine zweite Nase fixiert den Schließzylinder. Und da hat ein findiger Mensch einfach an der einen Scheibe den Zapfen entfernt, dass sich der Schließzylinder beliebig drehen lässt.

Nach ewigem Herumprobieren, habe ich das Schloss, das sich jetzt mit meinem Schlüssel schließen ließ, wieder zusammengebaut. Ich habe das andere Plastikgehäuse genommen, weil sich das Schloss immer wieder gelöst hat. Eingebaut und es funktionierte nicht. Der Zapfen traf nicht das Schloss.

WTF! Ein Vorfacelift/Nachfacelift Problem? Vielleicht ist das Schloss anders. Ich wollte den anderen Zapfen einbauen, konnte ihn aber ums Verrecken nicht mehr finden. Muss sehr unglücklich irgendwo dazwischen gefallen sein. Ich hab mir echt einen Wolf gesucht. Aber ich habe etwas anderes gefunden: Ein anderes Heckklappenschloss.

Was Vor- was Nachfacelift ist? Keine Ahnung. Ist ja auch egal, Hauptsache es funktioniert. Tat es aber nicht.

Was hat sich da VW für eine Scheiße ausgedacht? Das macht doch keinen Sinn, da etwas zu ändern, wenn es funktionierte. Ich hab ewig gebraucht, den Fehler zu finden. Das Plastikgehäuse wurde geändert!

Der Zapfen, an dem das Gewinde für die Befestigung ist länger – das ändert den Winkel. Also in ein anderes Plastikgehäuse eingebaut und jetzt tut das Schloss, was es soll.

Meine Fresse, sowas kostet echt Nerven und das nur, weil irgendein Ingenieur meinte etwas ändern zu müssen, was vorher auch gut funktioniert hat.

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Es gibt keine Qualität mehr…

Der Prüfer hat zwei Sachen bei der HU am Pirat angemeckert, das ich bald erledigen sollte und da halte ich mich auch dran. Er hat ja recht…

Punkt eins waren die Domlager. Da gibt´s eine Art Livehack, wie man die rausbekommt, ohne die Federbeine auszubauen. Denn erstens ist das schon Aufwand und zudem ist dann eventuell die Spur/Sturz verstellt.

Als erstes die Federn mit dem Federspanner zusammenziehen.

Dann oben die Mutter abschrauben.

Das Domlager ist mit einer Nutmutter festgezogen, dazu braucht man Spezialwerkzeug, eine Zapfennuss.

Dann kann man die Kolbenstange des Dämpfers nach unten drücken und das Domlager herausnehmen. Und ich staunte nicht schlecht, wie weit sich das gesetzt hatte im Vergleich zum Neuteil.

Das linke ist das alte. Früher hieß es, man sollte unbedingt Meyle HD Domlager verwenden, alles andere taugt nicht. Nun ja, das war Meyle HD und war erst ca. 36.000km im Auto. Ich habe deshalb mal eine andere Marke gewählt. Ich habe diesmal FEBI genommen. Die sehen von unten anders aus.

Was besser ist? Ich werde es sehen. Es ist ein Verschleißteil, die Frage ist nur, wie schnell es verschleißt.

Der Einbau ging in umgekehrter Reihenfolge. Was mich anfangs fast in den Wahnsinn getrieben hat, war die Kolbenstange wieder nach oben zu ziehen. Ich habe Öldruckdämpfer verbaut, Gasdruckdämpfer wären selbst hochgekommen. Wenn man einen langen Inbus Schlüssel nimmt und den schräg drückt beim Ziehen, geht´s.

Natürlich habe ich die Domlager beidseitig gewechselt.

Der zweite Punkt des Prüfers war die Einstellung der hinteren Radlager, die etwas locker waren. Eingestellt und gut.

Ich habe die „neuen“ ATS Cup dem Design der alten angepasst. Einfach gepinselt, ohne abzukleben. Wo ich leicht drüber gepinselt hatte, oder Falbe lief, habe ich mit einem Lappen in Bremsenreiniger getränkt abgewischt.

Aber ich lebe gerade das Motto: Wenn man Kontakte zu anderen Menschen vermeiden kann, vermeide ich die. Also nichts mit Reifen ummontieren. Ich habe stumpf die Sommerräder wieder draufgeschraubt.

Die Kontakte der Sicherung für die Lüftung habe ich übrigens inzwischen etwas nachgebogen und etwas Kontaktspray aufgetragen. Ich fahre derzeit testweise ständig mit voll aufgedrehter Lüftung. Geschmolzen ist bisher nichts. Ich hoffe das bleibt so, dann kann ich das Problem zu den Akten legen…

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Schmelzkunst die 2.

Ich muss mir echt Gedanken machen, wie ich mit dem Lüftungsproblem beim Pirat weitermache. Ich war letzte Woche beruflich in Bayern, vorher habe ich den MainzMichel besucht, der die Verkabelung des Lüfterschalters anständig gemacht hat.

Was ich da so in Bayern mache – demnächst darf ich Euch mehr erzählen. Auf jeden Fall arbeite ich da mit einem super Team zusammen.

Schon strange, in diesen Zeiten in der Ferne zu arbeiten. Das Corona Thema ist allgegenwärtig. Und man wird definitiv vorsichtig. Zu denken, Corona betrifft mich nicht, ist komplett falsch. Wir waren in einem Hotel untergebracht und es war nicht klar, ob es offen bleibt. Dann schlossen die Restaurants. Doof, wenn man sich in der Fremde verpflegen will.

Glücklicherweise gab es im Hotel abends Essen – nur für die Hotelgäste. Das war auch gut so, da konnte man schön auf Abstand gehen.

Über uns schwebte das Damoklesschwert, dass eventuell die anderen nicht mehr mit dem Flugzeug wegkommen. Glücklicherweise flog am Freitagabend ein Flugzeug.

Aber ich schweife ab.

Es war tagsüber herrliches Sonnenwetter. Nur an einem Tag regnete es. Ich drehte die Lüftung voll auf und es fing an, fürchterlich zu stinken. Der Grund: Die Sicherung ist wieder geschmolzen.

Also wieder nicht der Draht, sondern der Plastikkörper. Vor Ort bekam ich eine Sicherung, die hoffentlich aus Keramik ist. Die sollte halten. Aber trotzdem: Kann das sein, dass das wirklich so heiß werden muss? Da muss doch was faul sein.

Auf der Hinfahrt hatte ich die Gelegenheit, einen Satz Felgen zu bergen.

Es sind nur 2 ATS Cup und zwei Aluline, die ähnlich aussehen und die selbe ET habe. Sind natürlich nicht mit der Eintragung abgedeckt. Aber ich brauche ja eigentlich auch nur zwei. Und sie waren günstig, weil sie echt mies lackiert sind, was mich nicht stört, weil ich sie eh den anderen Felgen anpassen muss.

Ob ich in der nächsten Zeit zum Schrauben komme, steht in den Sternen. Ich rechne eigentlich damit, dass das Verlassen des Hauses weiter reglementiert wird. Ich habe zwar in meiner Werkstatt keinen Kontakt zu anderen, aber trotzdem: Ich sehe die Regelungen ein. Nur ein konsequentes Durchgreifen kann die Verbreitung des Coronaviruses ausbremsen. Es ist trotzdem wahrscheinlich, dass viele von uns angesteckt werden, aber wenigstens nicht alle gleichzeitig. So kann das Gesundheitssystem die Fälle auffangen. Denn wenn die Plätze in den Krankenhäusern belegt sind, schauen die Neuinfizierten in die Röhre.

Die Menschen sind einfach dumm und egoistisch. Wenn in Bayern die Restaurants um 17 Uhr schließen sollen und in München dann nachmittags die Biergärten und Straßencafés aus allen Nähten platzen, dann haben die wirklich nichts kapiert. Dann muss die Bevölkerung eben zur Vernunft gezwungen werden.

In diesem Sinne: Bleibt zu Hause und vor allem: Bleibt gesund!

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Rausgeworfenes Geld

Ich muss ehrlich sagen, ich liiiebe das Pioneer KP-500. Ich hatte nie ein stylisheres Autoradio. Aber genauso nervt es. Denn ohne RDS ist man ständig am Nachstellen des Senders am Radio. Ich dachte mir: Besorgst Du Dir einen DAB+ Receiver, dann erledigt sich das Problem. Pustekuchen. So ein Teil bei eBay bestellt und irgendwie wollte der Empfang nicht.

Über meinen Line-In Eingang, den mir Holger angelötet hatte, kam nix rein und als ich versucht habe die Transmitter Funktion zu testen hakte sich offenbar die Sendereinstellung aus. Kurz einen Widerstand gespürt, dann ließ sich die Skala überdrehen und es kam gar kein Sender mehr rein. Schöne Scheiße!

Also ehrlich, diese günstigen DAB+ Empfänger – rausgeworfenes Geld!

Aber jetzt war mein schönes Radio erst einmal hin. Vielleicht lässt sich das reparieren. Aber bis dahin…

Ich erinnerte mich an mein altes Radio. Kein High End, aber kann alles, was ich brauche und hat mehr Leistung als das alte Pioneer. Nur hatte ich ja keinen Radioschacht mehr. Also kantete ich mir 2 Bleche und nietete die an das Blech, an dem ich das andere Radio schon hatte.

Das Radio verschraube ich seitlich. Natürlich habe ich die Winkel dann noch mattschwarz angeblasen und danach das Radio angeschlossen.

Funktioniert prima, der Klang ist deutlich besser, die Entwicklung geht eben weiter. Nur die VU Meter konnte ich nicht anschließen. Klemmte ich die an die Lautsprecherausgänge an, zeigte das Display des Autoradios „Protect“ an und ging auf Standby. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Eventuell ein kleiner Mikrofoverstärker?

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Auf die nächsten 2 Jahre!

Auf FB wunderte sich einer, warum ich denn eine Batteriepolabdeckung beim Pirat montiert hatte. Nun, ich hatte den TÜV ordentlich überzogen. Einfach nicht dazu gekommen. Und ich bin ihn ja nicht gefahren die letzten Wochen.

Vorbereitungen? Ich habe einmal das Licht rundum gecheckt UND die Hupe. Der Wagen lenkt bremst, …

Bremsentest zum Einstand war ok. Vorne erst in der zweiten Kommastelle unterschiedlich. Hinten etwas schlechter, aber in der Toleranz. Und dann kam die tolle Frage, als der Prüfer ihn auf die Scherenhebebühne genommen hat: „Geht das? Sind die fest?“ – immer diese Vorurteile gegenüber der Karre. Natürlich halten die.

Von unten war der Prüfer begeistert. Kein nennenswerter Gammel, Querlenker, Hinterachslager – alles schön stramm. Die Domlager vorne mahnte er an, die hatten leicht Spiel, aber noch in der Toleranz und die hinteren Radlager sollte ich mal demnächst zum Einstellen bei. Domlager wusste ich, die liegen schon bereit. Wollte ich eh demnächst machen. Dabei habe ich verstärkte Meyle Domlager drin und die haben noch keine 20.000km runter. Es ist echt ein Graus – es gibt einfach keine vernünftigen Domlager für den 32B mehr! Er vermerkte alles unter geringfügige Mängel und siehe da – er hat geklebt!

Wieder 2 Jahre Ruhe – ist eben ein guter Wagen. Einer der besten, den ich je hatte.

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